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WIE VIEL SONNE IST GUT? Neues und Wissenswertes rund um den Sonnenschutz

Ob im Büro, in der Schule, im Betrieb, im Fitness-Studio oder im Auto – die meisten Deutschen verbringen den größten Teil des Jahres in geschlossenen Räumen. Klar, dass sie dann im Urlaub mal so richtig Sonne tanken möchten. Doch genau diese plötzliche Strahlendosis macht der sonnenentwöhnten Haut zu schaffen. Während viele Mediziner mittlerweile dazu raten, sich im Sommer in heimischen Gefilden regelmäßig für eine begrenzte Zeit ungeschützt in der Mittagssonne aufzuhalten, um die Vitamin-D-Produktion anzukurbeln, gilt das nicht für den Urlaub im Süden.

 

AUF DEN TYP KOMMT ES AN

Insbesondere helle nordeuropäische Haut verbrennt schlimmstenfalls innerhalb von wenigen Minuten, weil ihr Selbstschutz-Mechanismus nicht ausreicht. Nichts anderes ist nämlich Bräune: Treffen UV-Strahlen auf die Haut, so verdickt sich mit der Zeit die obere Hornschicht und bildet die schützende Lichtschwiele. Durch UVB-Strahlen wird zudem in tieferen Hautschichten das Pigment Melanin gebildet, das sich als Schutzkappe über den Zellkern legt und der Haut ihre Tönung verleiht. Reicht die körpereigene Melaninproduktion nicht aus, verursachen UV-Strahlen nicht nur einen Sonnenbrand, sondern Schäden, die sich häufig erst nach 20 bis 30 Jahre bemerkbar machen. An den bisherigen Empfehlungen hat sich deshalb nichts geändert.

 

BRUTZELBRAUN IST OUT

Am besten lassen Sie es langsam angehen und meiden die starke Mittagssonne. Die langsam erworbene Bräune ist nicht nur gesünder, sondern hält auch länger. Und: Stehen Sie zu Ihrem Hauttyp – die Brutzelbräune aus den 80er-Jahren gilt sowieso nicht mehr als schick.

 

DAS GIBT ES NEUES

Auch auf dem Markt für Sonnenschutz ist viel passiert. Neue Produkte lassen selbst bisherige Crememuffel zur Flasche greifen. Sie mögen einfach keine Sonnencreme? Wir haben einmal die gängigen Vorurteile unter die Lupe genommen:

„Sonnencreme ist immer so fettig bzw. klebrig.“
Wer das fettige Gefühl nicht mag, greift am besten zu den neuen fettfreien Transparentsprays, die zudem schnell einziehen und sogar schweißfest sind – perfekt für Wassersportler. Ein Blick ins Drogerie- oder Apothekenregal lohnt sich: Es gibt sogar schon Sprays, die einen kühlenden Effekt haben.


„Mit Sonnencreme wird man nicht richtig braun.“

Ein Irrglaube, der sich hartnäckig hält und dazu führt, dass viele Menschen einen zu geringen Lichtschutzfaktor verwenden. Dabei macht Sonnenschutz nichts anderes, als die Eigenschutzzeit der Haut zu verlängern. Wenn man bedenkt, dass der in Deutschland häufig vorkommende Hauttyp 2 nur ca. 10 Minuten unter südeuropäischer Sommersonne aushält, bevor er verbrennt, wird klar, dass LSF 4 für einen Tag am Strand nicht ausreicht. Selbst mit Lichtschutzfaktor 15 wird es bereits nach
150 Minuten brenzlig. Also besser 30+ einplanen.


„Sonnenöl gibt es aber nicht mit hohem Lichtschutzfaktor.“
Und ob. Seit einigen Jahren gibt es Sonnenöle, die die Haut nicht nur pflegen, sondern sie mit LSF 30 und mehr schützen und dabei gar nicht mehr penetrant nach Kokos duften. Generell gilt: Sonnenschutz sollte
wasserfest sein und regelmäßig nachgecremt werden. Dadurch verlängert sich jedoch nicht die Schutzzeit. Wer sich unsicher ist, welcher Lichtschutzfaktor der richtige ist, kann mittlerweile per Smartphone-App den UV-Index am jeweiligen Standort abfragen und entsprechende Empfehlungen für den individuellen Hauttyp erhalten.